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BUND-Kreisgruppe Warendorf

BUND Warendorf fordert: Die Werse muss naturnaher werden!

17. März 2020 | Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Naturschutz, Stellungnahmen Gewässer

Endlich soll eine weitere Sohlstufe, die die Wanderung der Fische in der Werse behindert, umgestaltet werden. Die vom Wasser- und Bodenverband Albersloh-Rinkerode geplanten Maßnahmen sind jedoch aufgrund der eingeschränkten Flächenverfügbarkeit unbefriedigend.

Die Werse in Albersloh: Durch den hohen Nährstoffgehalt im Wasser wachsen viele Pflanzen im Fluss.  (Annette Brandenfels)

Die Werse, ein 67 km langer Fluss, der den Kreis Warendorf durchfließt, ist bereits Ende der 60er Jahre begradigt worden. Dadurch wurde der ehemals mäandrierende (geschwungener) Lauf massiv verkürzt. Dies hatte zur Folge, dass die Fließgeschwindigkeit und damit die Material-Transportkraft der Werse stark erhöht wurden. Damit sich die Werse nicht immer tiefer in die Landschaft eingraben konnte, wurden in regelmäßigen Abständen Sperrriegel in Form von Sohlschwellen oder Sohlstufen eingebaut. Hierdurch wurde der ehemals durchgehende Lauf in eine Kette von „stauregulierten Kaskaden“ verwandelt, die für Fische unüberwindbare Hindernisse darstellen.

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verlangt für Fließgewässer und Grundwasser die Herstellung eines „guten ökologischen Zustandes“ bis zum Jahre 2027.  Eine der Voraussetzungen hierfür ist die Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Fließgewässer für Fische und andere Wasserlebewesen.

Der Wasser- und Bodenverband Albersloh-Rinkerode hat nun seine Planungen bezüglich eines Rückbaus einer Sohlstufe unweit der Ortslage Rinkerode vorgestellt. Dabei soll eine Art Seitenarm mit einer verlängerten Laufstrecke entstehen. Die Differenz von 86 cm (!) Überfallhöhe an der vorhandenen Sohlstufe soll auf dieser Strecke in viele Miniaturwasserfälle aufgelöst werden, die dann für Fische passierbar wären. Der bisherige Hauptarm würde zum Nebenarm werden und nur noch zeitweilig Wasser führen.

Der BUND Warendorf sieht die vorgelegten Planungen mit einer Reihe von erheblichen Mängeln behaftet und lehnt sich daher ab. Um ein naturnahes, wieder durchgängiges Gewässer zu schaffen, müssten mehr Flächen für eine ausreichende Laufverlängerung zur Verfügung gestellt werden.

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