BUND-Kreisgruppe Warendorf

Plastikzäune erobern unsere Gärten

31. Mai 2021 | Aktion "Was uns so im Kreis Warendorf aufgefallen ist", Lebensräume, Naturschutz

Immer häufiger sind sie in unseren Siedlungen zu sehen: Sichtschutzstreifen aus Plastik, die in Stabgitterzäune eingeflochten sind.

Ein Zaun mit Sichtschutzstreifen aus Plastik.  (BUND Warendorf)

Aber auch geschlossene Kunststoffplatten in vielen Variationen werden im Handel angeboten. Alle Formen haben einen unbestreitbaren Vorteil: In Zeiten verdichteten Bauens schaffen sie den Bewohnern eines Hauses schnell ein Stück Privatsphäre. Und das preisgünstig, platzsparend und pflegeleicht.

Sind die Kunststoffzäune schön? Offensichtlich gehen die Meinungen da weit auseinander. Über Ästhetik kann man streiten. Nicht aber über die ökologische Bewertung. Dass der Plastikverbrauch unsere Umwelt in vielfältiger Weise belastet  - von der Herstellung bis zur Entsorgung -, ist inzwischen allgemein bekannt. Die effektivste Abhilfe: Plastikprodukte möglichst aus dem Alltag verbannen. Also besser ein Sichtschutz aus Holz statt aus Plastik.

Am besten allerdings ist ein lebender Zaun. Ein Stabgitterzaun kann durch eine Berankung mit Efeu zu einem Paradies für Insekten werden. Der BUND Warendorf empfiehlt: Bei einer randlichen Bepflanzung mit Hainbuchen wird der Zaun Teil einer Hecke, die Lebensraum für Vögel und andere Tiere bietet. Untersuchungen haben gezeigt: Je mehr Naturvielfalt in der Wohnumgebung vorhanden ist, desto größer ist die Wohnzufriedenheit der Bewohner.

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