BUND-Kreisgruppe Warendorf

Baumfrevel in Sassenberg

25. Mai 2021 | Aktion "Was uns so im Kreis Warendorf aufgefallen ist", Lebensräume, Nachhaltigkeit, Naturschutz

Wer in Sassenberg über die Schürenstraße, den Lappenbrink oder den Klingenhagen geht, übersieht sie fast: 2,50 m hohe Baumstümpfe links und rechts der Straßen.

Ein Rotdorn, der so heruntergeschnitten wurde, dass er sich kaum zu einem vitalen Stadtbaum entwickeln kann.  (BUND Warendorf)

Im letzten Winter wurden hier Rotdornbäume so radikal zusammengeschnitten, dass nur noch der Stamm blieb. Alle Äste wurden bis auf kleine Stummel gekappt.
An diesen Straßen ist von Natur nichts mehr zu sehen. Die gekappten Bäume bieten - auch wenn das Grün am Stammende wieder zum Vorschein kommt – einen trostlosen Anblick!

Die biologischen Abläufe in diesen Bäumen sind nachhaltig gestört. Ein Baum ist ein Lebewesen, ein  unteilbares Ganzes aus Wurzelsystem, Stamm und Laubkrone. In den Blättern findet die Photosynthese statt, die den gesamten Baum mit Nährstoffen versorgt und nebenbei den für Menschen und Tiere lebensnotwendigen Sauerstoff erzeugt. Je gesünder ein Baum, desto größer seine Krone und umgekehrt.

Diese Bäume haben fast gar keine Laubkrone mehr. Sie werden die für den Verschluss der Schnittstellen notwendigen Nährstoffe nicht zur Verfügung stellen können. Pilze und Bakterien werden eindringen und Fäulnis wird einsetzen. Das Wurzelsystem, ohnehin beeinträchtigt durch kleine Baumscheiben, wird nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt werden und schrumpfen. Die Versorgung des Baums mit Wasser wird immer schwieriger werden.

Diese Baumkarikaturen sollte man möglichst bald entfernen und durch Neuanpflanzungen mit großen Laubbäumen ersetzen, die dann dauerhaft betreut werden.

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